Zusatzstoffe bei Lebensmitteln

Wenn man von Zusatzstoffen spricht, werden damit in aller Regel die Lebensmittelzusatzstoffe gemeint, manchmal allerdings auch Nahrungsergänzungsmittel. Diese Zusatzstoffe werden unseren Lebensmittel zugemischt, um damit bestimmte gewollte Eigenschaften zu erreichen. Dies geschieht häufig um den Konsumenten zu täuschen und das Produkt optisch näher an das Wunschbild des Käufers anzupassen.

Ein klassisches Beispiel ist der Farbstoff Beta-Carotin, welcher in vielen gelben Käsesorten und auch Orangenlimonade für die knallig leuchtend gelbe Farbe sorgt. Auch die Haltbarkeit, Aussehen und Geschmack unserer Lebensmittel können durch Zusatzstoffe beeinflusst werden. Nach dem deutschen Lebensmittelrecht werden Zusatzstoffe als Stoffe definiert, die weder selbst als Lebensmittel verzehrt noch als charakteristische Zutat verwendet und aus technischen Gründen zugesetzt werden. Darin differenziert man wieder technologische Eigenschaften, chemische Eigenschaften und ernährungspsychologische Eigenschaften der einzelnen Zusatzstoffe. Beim Bollinger Champagner werden allerdings keinerlei Zusatzstoffe eingesetzt. Innerhalb der Europäischen Union wird ansonsten immer auf das System der E-Nummern zurückgegriffen.

In diesem sind alle Zusatzstoffe sortiert und können vom Verbaucher zum Beispiel im Internet genau nachgeschlagen werden. Dort sind auch mögliche Risiken bei Einnahme dieser Zusatzstoffe aufgeführt. Wer einen neuen Zusatzstoff als E-Nummer einführen möchte, muss dieses bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit beantragen. Dazu müssen wissenschaftliche Dokumente vorgelegt werden die belegen, dass dieser neue Zusatzstoff gesundheitlich unbedenklich ist. Momentan sind innerhalb der EU etwas über dreihundert E-Nummern vergeben und zugelassen.

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